Kapitän Mors besaß noch andere europäische Gefährten, die ehemals zur Besatzung eines Unterseebootes gehörten.

Sie hatten ihm Treue geschworen und wenn auch einige von ihnen, wie es in einem früheren Bande dieser Schilderungen erzählt wurde, Meuterei verübten, so waren doch die anderen unbedingt zuverlässig.

Dennoch hatte der Kapitän diesmal nur einen Teil der Europäer mit sich genommen und dafür einigen seiner Inder auf deren dringendes Bitten die Teilnahme an der Weltenfahrt gestattet.

Kapitän Mors tat das allerdings nicht gern, denn er hielt auf die Inder große Stücke und da hatte er bemerkt, daß diese an ein tropisches Klima gewöhnten Männer nach solchen abenteuerlichen Fahrten kränkelten.

Deshalb wählte er nur diejenigen, die aus den indischen Bergländern stammten und an Kälte und Strapazen gewöhnt waren. Unter diesen Männern befand sich auch der treue Lindo.

„Nun, Kapitän,“ fragte Star, der neben dem berühmten Luftpiraten stehend die Instrumente beobachtete. „Nicht wahr, diesmal geht es zum Monde?“

„Ich habe mir den Trabanten der Erde als Zielpunkt der Fahrt ausersehen,“ erwiderte Mors mit der gewohnten eisigen Ruhe. „Aber ich klammere mich nie an etwas Bestimmtes. Ich rechne stets auf Schwierigkeiten, auf Hindernisse und wenn auch der Mond das Endziel unserer diesmaligen Fahrt sein soll, so will ich doch auf dem Wege dahin ein anderes Rätsel zu lösen suchen. Darüber kann ja Professor van Halen sprechen.“

Bei den letzten Worten wendete sich Kapitän Mors an den Astronomen, dessen Gesicht eine gewisse Ungeduld verriet.

Die Ungeduld, neue, unbekannte Wunder zu schauen.

„Ja, so ist es,“ bemerkte van Halen, als sich der Kapitän an ihn wendete, „ich habe schon bei den letzten Fahrten eine eigenartige Störung beobachtet und diese kleine Störung kann nur durch einen kleinen Planeten bewirkt werden, der sich in einer höchst merkwürdigen Bahn bewegt, dieser Planet muß sich von Zeit zu Zeit zwischen dem Monde und der Erde befinden.“