„Das ist die rote Wolke,“ rief van Halen. „Das ist jene ungeheure Masse, die über dem Jupiter schwebt und die in ihrem Innern jedenfalls die fürchterlichen elektrischen Entladungen birgt. Kapitän, rasch, wir müssen nach der Düne hinunter.“
Mors gab sofort ein Signal nach dem Lenkraum, um Terror zu bestimmen, daß er den „Meteor“ wieder nach seinem geschützten Ankerplatz brächte.
Aber seine Finger berührten noch den Druckknopf, als das Weltenfahrzeug plötzlich wie von einer furchtbaren Kraft hin- und hergeschüttelt wurde.
„Zu spät, zu spät!“ schrie der Professor, als er durch das Guckloch sah, daß alles rings herum blutrot leuchtete. „Kapitän, wir sind in die rote Wolke des Jupiter geraten!“
Von dem, was jetzt vorging, hatten die Insassen des Weltenfahrzeuges später nur noch eine unbestimmte Vorstellung.
Es war ihnen aber zu Mute, als würde mit ihnen buchstäblich Fangeball gespielt. Der „Meteor“ schien sich in der Gewalt ungeheuer boshafter Kobolde zu befinden.
Bald wurde er hierhin, bald dorthin geworfen. Bald richtete er sich mit dem Vorteil, dann wieder mit dem Hinterteil in die Höhe. Einige Male schien es, als sollte das Fahrzeug Kopf stehen.
Dazu vernahm man außerhalb geradezu entsetzliche Töne.
Vermutlich waren es elektrische Entladungen, welche in der roten Wolke tobten. Aber man konnte diese fürchterlichen Entladungen nicht mehr als Donnerschläge bezeichnen. Nein, das war etwas anderes. Das waren gräßliche, gigantisch schmetternde Töne, sie waren so fürchterlich, daß man glaubte, es müsse alles in Trümmer gehen.
Selbst Mors gab alles verloren und erwartete den Augenblick, wo der „Meteor“ in Atome zertrümmert werden mußte.