Aber dasjenige, was ihm am meisten am Herzen lag, das Geheimnis des Saturnringes, hatte der Professor noch immer nicht enträtseln können.

Es schien, als wollte der Planet mit seinem Ring der menschlichen Wissenschaft spotten.

Der Professor richtete die stärksten Instrumente auf den Planeten und glaubte mehrmals seine Vermutung bestätigt zu sehen. Aber bestimmt ließ es sich noch nicht sagen, daß der Ring aus lauter kleinen rotierenden Weltenkörperchen bestand. Man mußte noch näher herankommen.

Terror versah seinen Dienst mit Eifer und Hingebung. Er wurde dabei zuweilen von einem der als treu befundenen Normannen abgelöst, aber es war auch nicht selten, daß sich Kapitän Mors halbe Tage lang im Maschinenraum aufhielt.

Die Geschwindigkeit, mit welcher das Weltenfahrzeug durch den unendlichen Raum schoß, war geradezu unheimlich. Es mochte an Schnelligkeit sogar diejenige der Meteore und Sternschnuppen übertreffen.

„Würde uns Luft umgeben, so würde der Panzer unseres Fahrzeuges durch die furchtbare Reibung zu glühen anfangen,“ sprach Professor von Halen öfters. „Aber hier fehlt ja die Luft. Hier herrscht nur die tödliche Kälte des Weltenraumes.“

Von dieser furchtbaren Kälte aber verspürten die Insassen des merkwürdigen Fahrzeuges nicht das geringste. Dagegen schützten die doppelten Wände, in denen sich Behälter mit flüssiger Luft befanden. Drinnen im Weltenfahrzeug war es warm und behaglich, die Elektrizität spendete die Wärme, die man brauchte.

Diese Kraft bereitete die Speisen, sie trieb Maschinen und setzte Signale in Bewegung, sie speiste auch den riesenhaften Scheinwerfer, der von Zeit zu Zeit in den Weltenraum hinausleuchtete.

Nelly war ebenso tätig wie alle anderen und schien sich unentbehrlich machen zu wollen. Sie hoffte, daß Kapitän Mors sie auch bei fernern Weltenfahrten mitnehmen würde, denn sie sehnte sich nach Abenteuern.

Der phantastische Sinn von Ned Gullys Schwester liebte das Ungewöhnliche und Ungeheuerliche.