Das blendende Licht beleuchtete ein geräumiges, sehr behaglich eingerichtetes Zimmer, an welches ein großes Schlafzimmer stieß.

Der Vorhang, welcher dies Gemach von dem Zimmer trennte, war zurückgeschoben.

Dort stand ein Mann in mittleren Jahren, der in aller Hast einen Schlafrock angezogen zu haben schien.

Er war wohl offenbar aus dem Bett gesprungen, seine bloßen Füße steckten in Pantoffeln und in der rechten Hand hielt der Mann einen scharfgeladenen Armeerevolver.

Die Unruhe dieses Herrn war erklärlich, denn das Geräusch eines zerbrochenen Fensters weckte ihn aus dem besten Schlummer.

Der Fensterladen vor der großen Spiegelglasscheibe war emporgehoben und die Scheibe selbst durch einen anscheinend mit großer Wucht geführten Schlag zertrümmert.

Das elektrische Licht aber hatte nicht der Bewohner dieser Räume entflammen lassen, sondern ein Eindringling, der zur Mitternachtsstunde durch das zerbrochene Fenster hereingekommen sein mußte.

Da stand dieser Mann, dessen athletische Gestalt durch einen grauen Mantel in militärischem Schnitt verhüllt wurde.

Er stand hoch aufgerichtet, in der Linken die elektrische Lampe haltend, eine blaue Mütze mit breitem, goldenem Streifen bedeckte seinen Kopf, während eine schwarze Halbmaske das energische, kühn geschnittene Antlitz bedeckte.

„Da bin ich,“ sprach er zu dem schier fassungslosen Bewohner dieser Räume. „Sie haben mich gerufen. Ich habe den geheimnisvollen Hilferuf in einer der größten Zeitungen des Kontinents gelesen. Ich habe die Bedeutung desselben verstanden. Daß ich zur Nachtzeit hierherkommen mußte, ist freilich ungewöhnlich, aber ich kann nicht anders. Kapitän Mors steht vor Ihnen!“