„Meine Vermutungen haben sich bestätigt,“ rief der Professor, der schon seit längerer Zeit diese seltsame Welt beobachtete. „Der Mond, dem wir uns jetzt nähern, befindet sich in einem Zustand der Erstarrung. Das ist eine Wildnis, eine Stein- und Sandwüste, dort ist jedes Leben wohl schon seit Jahrtausenden erloschen.“
Van Halen täuschte sich nicht, denn dieser kleinste der Monde bot in der Tat einen trostlosen Anblick. Man sah Sandwüsten, riesige Gebirgszüge, aber alles starr und tot, keine Spur von Vegetation, kein Ueberrest von Wasser.
Allerdings war dieser Mond ausnehmend klein und es konnte sehr leicht möglich sein, daß man auf den anderen Trabanten Lebensbedingungen entdeckte.
Mors und seine Begleiter aber hatten keine Zeit, darauf zu achten oder die übrigen Monde zu betrachten. Ihre Blicke wurden jetzt von ganz anderen Dingen in Anspruch genommen.
„Da sind sie,“ rief Halen, dessen geübte Augen alles zu sehen schienen. „Dort, dort in der Nähe der ungeheuren Berge. Das sind die von uns Verfolgten. Man kann sie mit bloßen Augen erblicken.“
Die Inder drängten sich heran und blickten durch die große Glasscheibe am Vorderteil des Weltenfahrzeuges.
Man sah geradezu ungeheuerliche Berge, die sich auf der Nordhälfte des Saturnmondes erhoben. Gebirge von einer solchen Größe, daß die höchsten Berggipfel der Erde wie Zwerge erscheinen mußten.
Dort zwischen einem riesigen Gebirgssattel schwebten, dem Auge deutlich erkennbar, zwei graue Kolosse, die sich langsam bewegten, die Fahrzeuge der Amerikaner, welche ebenfalls auf diesem Mond einen Landungsplatz gesucht hatten.
Höchstwahrscheinlich waren die beiden Fahrzeuge auf dem Saturnmond gelandet und erst beim Erblicken von Mors’ Fahrzeug wieder emporgestiegen.
Anfangs bewegten sie sich langsam, dann immer schneller und schneller. Man sah, wie ihre Magneten wirkten, wie sie mit rasender Geschwindigkeit die Räume durchfuhren.