„Danke,“ sagte Horus, „ich kenne das Stammhaus. Die Versuchungen sind gering. Es ist einer der wenigen Orte, wo man leicht in Ehren ergrauen kann. Dazu sind wir doch etwas zu verwöhnt — danke.“
So also, mit Relais wurde das gemacht.
„Frisch gepudert werden sie jetzt dort wenigstens sein,“ sagte Cavadini mit bezeichnender Handbewegung ringsum. Er blinzelte du Perron zu. Der aber — Margot, die Glückliche, Glühende zwischen den Schenkeln — verneinte. Sie waren das siegende Paar im fox-trott. Erst mußte er mit ihr zur Preisverteilung, dann sollte der Triumph noch mit ein paar cock-tails begossen werden.
Vor der Bar staute sich indessen eine freudig erregte Menge und verfolgte die Vorgänge in dem kleinen Raum. Würde man — würde man wirklich zwei ganz große Damen raufen sehen? Her grace of D. und donna Maria de la concepción Jimenez de Monserrat y Garcia waren, jede aus einem Separée kommend, an diesem Abend erst hier in der Bar zusammengetroffen und hatten mit Bestürzung, dann wachsender Empörung bemerkt, daß sie beide die gleiche Creation von Lucile trugen.
„Sie müssen meine Vendeuse bestochen haben,“ rief her grace außer sich, „ich hatte das alleinige Recht darauf.“
„Dann haben Sie eben die Vendeuse vorher bestochen, es andern zu verheimlichen,“ höhnte Donna Maria.
„Das Haus verkauft eben seine Modelle jedem gern, der sie bar zahlt.“
Her grace pflegte lange schuldig zu bleiben.
„Wechseln Sie das Kleid sofort — die Idee ist mein Eigentum,“ kreischte her grace.
Donna Maria lachte bloß.