Der junge Adjutant mußte über die Ehrenwache, die die beiden Mädchen hatten, lächeln.

In den wenigen Worten Budangs lag jedoch so eine überzeugende Vortrefflichkeit – so eine unantastbare Treuherzigkeit – daß jedes weitere Wort, jeder Unwille und jedes Mißtrauen abgeschnitten war. Der Adjutant schüttelte Budang die Hand und begrüßte die beiden andern, währenddem er seine junge Braut nicht aus dem Arme ließ.

»Also die Göchhausen wolltest du sehen? – Für so etwas hattest du also doch noch Raum?«

»Und Sie,« flüsterte Röse bedrängt und zaghaft – »lagen da doch des Fuchses wegen?«

»Ja, mein Herz – weil ich's daheim nicht aushalten konnte. – Was denkst du denn? Da ist die Welt zu enge!«

»Ja,« sagte Röse leise, »deshalb war ich eben auch hier.«

Und nun gingen sie alle miteinander und brachten die leichtsinnigen Dinger, die Ratsmädchen, heim in die Wünschengasse.

Unterwegs erzählte Röse ihrem Bräutigam von ihren Kameraden – wie gut sie immer wären, wie lustig, wie treu, und was sie von ihnen gelernt hätte, besonders von Budang.

Sie schüttete ihrem Bräutigam ihr ganzes Herz aus, das voller Liebe und Freundschaft war, voller Anhänglichkeit – und erzählte alle möglichen dummen und lustigen Streiche.

Er mußte in aller Eile alles wissen. Und sie bat ihn, auch ihre Kameraden lieb zu haben. »Sie sind so gut, so klug! Solche gibt's nicht wieder!« rief sie.