[18] Ein Dorf in geringer Entfernung von der Stadt Brügge. Es war dort eine berühmte Kapelle zum heiligen Kreuze.
[19] Die Zünfte hatten besondere Gebäude, wo sie sich versammelten und ihr Festgerät, wie Standarten usw., bewahrten. Dies nannte man „Pand“.
[20] Sprich: Gutentags. – Die Vlaemen hatten eine fürchterliche Waffe, die sie mit großer Behendigkeit zu gebrauchen wußten. Es waren lange Speere, mit einer eisernen Spitze versehen. Sie hatten sie aus Scherz „Goedendags“ genannt, was so viel bedeutete, als daß sie den Feind damit tüchtig begrüßen konnten.
[21] Wenn die Brügger kamen, um ihre Steuern zu bezahlen, wurden sie von den französischen Beamten barsch angefahren. Sie nannten die Scheltworte: „de Snakkers“. Die Brücke, an der das Zollhaus stand, heißt noch heute die „Snaggaartsbrücke“.
[22] In dieser Zeit bezeichnete man das französische Volk mit dem Namen „Walen“. Diese Bezeichnung ist aus dem französischen Wort „Gaulois“ gebildet worden. Anscheinend haben die Walen ihren Namen auf diese Weise erhalten. Jakob von Maerlant, ein Dichter des 13. Jahrhunderts, nennt die französischen Dichter „welsche, falsche Poeten“.
[23] Als Philipp seinen Einzug in Brügge hielt, verwunderte er sich darüber, daß ihn die Einwohner ohne jedes Zeichen von Freude empfingen. (Brügger Jahrbücher.)
[24] Dies war der Platz vor dem Rathause, von welchem man zu dem Volke sprach (rostra).
[25] „De Coninck blieb nicht lange eingekerkert, denn er wurde noch am gleichen Tage durch die Waffengewalt der Stadtgemeinde in Freiheit gesetzt.“ (Vgl. Brügger Jahrbücher.)
[26] Man fing in der Tat mit dem Bau des Kastells dort an, wo jetzt die Wassermühlen stehen; jedoch wurde er nicht vollendet.
[27] Ein Weiler bei Brügge.