Solneß. Hätte das Haus dem alten Knut Brovik gehört, dem wär's gar nie so gelegen abgebrannt. Davon bin ich überzeugt. Denn der versteht nicht die Helfenden zu rufen, und die Dienenden auch nicht. (Unruhig, steht auf.) Sehen Sie, Hilde — ich bin's also doch, der daran schuld ist, daß die zwei Kleinen das Leben einbüßen mußten. Und bin ich nicht auch etwa daran schuld, daß Aline nicht zu dem geworden ist, was sie werden sollte und konnte. Und was sie am liebsten wollte.

Hilde. Ja, wenn es nun aber bloß diese Helfer und Diener sind, dann —?

Solneß. Wer rief die Helfer und Diener? Das that ich! Und da kamen sie und unterwarfen sich meinem Willen. (In steigender Erregung.) Das ist's, was die Leute „Glück haben“ nennen. Aber ich will Ihnen sagen, wie das Glück empfunden wird! Es wird empfunden wie eine große hautlose Stelle hier auf der Brust. Und die Helfer und Diener nehmen Hautfetzen von andern Menschen, um meine Wunde zu schließen! Aber die Wunde heilt doch nicht zu. Nie — niemals! Ach, wenn Sie wüßten, wie das zuweilen saugt und brennt.

Hilde (sieht ihn aufmerksam an). Sie sind krank, Baumeister. Schwer krank, glaub ich fast.

Solneß. Sagen Sie verrückt, denn das meinen Sie ja.

Hilde. Nein, am Verstande, glaub ich, fehlt Ihnen weiter nichts.

Solneß. Wo fehlt's mir denn? Heraus damit!

Hilde. Ob die Sache nicht die ist, daß Sie mit einem kränklichen Gewissen zur Welt gekommen sind.

Solneß. Mit einem kränklichen Gewissen? Was ist denn das für ein Teufelszeug?