Hilde (erhebt sich, geht zum Tischchen hin, holt die Mappe Ragnar Broviks, hält ihm die Mappe hin). Die Zeichnungen also —
Solneß (kurz, abweisend). Legen Sie das Zeug weg! Ich habe es lange genug angesehen.
Hilde. Aber Sie sollten ja etwas für ihn daraufschreiben.
Solneß. Daraufschreiben! In meinem Leben thu' ich's nicht.
Hilde. Aber wenn nun der arme alte Mann im Sterben liegt! Könnten Sie da nicht ihm und dem Sohn eine Freude machen, ehe sie sich trennen? Und vielleicht könnte er dann auch dazu kommen, nach den Zeichnungen zu bauen.
Solneß. Ja, das ist's ja eben, was er kann. Das wird er sich schon gesichert haben, der — der Monsieur.
Hilde. Aber du lieber Gott — wenn sich's so verhält — können Sie dann nicht ein klein bißchen lügen?
Solneß. Lügen? (Wütend). Hilde — gehen Sie weg von mir mit Ihren Teufelszeichnungen!
Hilde (zieht die Mappe ein wenig zurück). Nanu — beißen Sie mich doch nicht. — Sie reden von Unholden. Mir kommt's vor, Sie betragen sich selber wie ein Unhold. (Sie sieht sich um.) Wo haben Sie Feder und Tinte?
Solneß. Giebt's nicht hier im Zimmer.