Frau Solneß. Nein, nein, das ist er nicht. Es ist nicht wie damals, als der Vater und die Mutter noch lebten. Es ist jammerschade, wie viel sie vom Garten weggenommen haben. Denken Sie nur — da haben sie ihn zerstückelt — und Häuser gebaut für fremde Menschen. Leute, die ich nicht kenne. Und die können mich von ihren Fenstern aus beobachten.
Hilde (mit einem hellen Ausdruck im Gesicht). Frau Solneß?
Frau Solneß. Ja?
Hilde. Darf ich ein bißchen bei Ihnen bleiben?
Frau Solneß. Sehr gern, wenn Sie nur Lust dazu haben.
Hilde (rückt ein Taburett zum Lehnstuhl hin und setzt sich). Ah — hier kann man sich sonnen, so recht wie eine Katze.
Frau Solneß (legt die Hand leicht auf ihren Nacken). Das ist schön von Ihnen, daß Sie bei mir sitzen wollen. Ich dachte, Sie wollten zu meinem Mann hinein.
Hilde. Was sollte ich bei ihm thun?
Frau Solneß. Ihm helfen, dachte ich mir.
Hilde. O nein. Übrigens ist er nicht drinnen. Er ist da drüben bei den Arbeitsleuten. Er sah aber so grimmig aus, daß ich mir nicht getraute, ihn anzureden.