Frau Solneß. Die Luft ist heut so herrlich mild.
Herdal. 's geht an. Aber ist hier im Hause etwas los? Ich bekam ein Briefchen von Ihnen.
Frau Solneß (erhebt sich). Jawohl, es ist etwas, worüber ich notwendig mit Ihnen reden muß.
Herdal. Gut. Dann gehen wir vielleicht hinein. (Zu Hilde.) Heute auch in Gebirgsuniform, Fräulein?
Hilde (steht auf, lustig). Freilich! In vollem Wichs! Heut will ich aber nicht in die Höhe, um mir's Genick zu brechen. Wir beide, Doktor, wir bleiben hübsch da und sehen uns das Ding von unten an.
Herdal. Was sollen wir uns ansehen?
Frau Solneß (erschrocken, leise zu Hilde). Still, still — um Gottes willen! Da kommt er. Sehen Sie doch zu, daß Sie ihn von dem Einfall abbringen. Und seien wir Freundinnen, Fräulein Wangel. Können wir das nicht sein?
Hilde (fällt ihr stürmisch um den Hals). Ach, könnten wir das nur!
Frau Solneß (macht sich gelinde los). So — lassen Sie es nur gut sein! Da kommt er, Doktor! Ich möchte mit Ihnen reden.
Herdal. Betrifft es ihn?