Solneß (gedämpft, langsam). Daß Sie da so ganz harmlos herumgehen und mich im Auge behalten.

Herdal. Ich thäte das! Du lieber Himmel, warum sollte ich denn das thun?

Solneß. Weil Sie glauben, daß ich — (Aufbrausend.) Na, zum Teufel — weil Sie von mir dasselbe glauben, was Aline glaubt!

Herdal. Und was glaubt denn Ihre Frau von Ihnen?

Solneß (sich wieder beherrschend). Sie hat angefangen, zu glauben, ich wäre so — wie soll ich sagen — krank.

Herdal. Krank! Sie! Davon hat sie mir nie eine Silbe gesagt. Und was sollte Ihnen denn fehlen, bester Herr Solneß?

Solneß (beugt sich über die Stuhllehne und flüstert). Aline geht mit der Idee herum, ich wäre verrückt. Das ist's, was sie glaubt.

Herdal. Aber liebster, bester Herr Solneß —!

Solneß. So wahr ich lebe, sie thut's —! So ist es. Und das hat sie auch Ihnen eingeredet. O ich versichere Sie, Doktor — ich merke es Ihnen nur zu deutlich an. Ich laß mich nämlich nicht so leicht hinters Licht führen, will ich Ihnen sagen.