Hilde. Ja ja, es giebt wohl auch solche Unholde in der Welt.

Solneß (steht langsam auf). Es war ein großes Glück, daß Sie jetzt kamen.

Hilde (blickt ihn tief an). War's ein Glück?

Solneß. Denn ich saß hier so allein. Und starrte so ganz hilflos auf alle die Dinge. (Leiser.) Ich will Ihnen sagen — ich habe angefangen solche Angst zu bekommen — so entsetzliche Angst vor der Jugend.

Hilde (wegwerfend). Pah — vor der Jugend brauchen Sie doch keine Angst zu haben!

Solneß. Doch; gerade vor der. Darum hab' ich mich auch eingeschlossen und eingeriegelt. (Geheimnisvoll.) Sie müssen nämlich wissen, daß die Jugend herkommen wird und an die Thüre donnern. Daß sie zu mir hereinstürmen wird.

Hilde. Dann, meine ich, sollten Sie einfach hinausgehen und der Jugend aufmachen.

Solneß. Aufmachen?

Hilde. Freilich. So daß die Jugend zu Ihnen hineindürfte. So in aller Güte.

Solneß. Nein, nein! Die Jugend — sehen Sie — die ist die Wiedervergeltung. Sie geht dem Umschwung voran. Wie unter einer neuen Fahne.