Solneß (heftig). Nur nicht daran denken, Aline!

Frau Solneß. Doch, gerade daran muß ich denken. Und endlich einmal davon herausreden auch. Denn es kommt mir vor, als könnte ich es nicht länger ertragen! Und dann, daß ich mir niemals selber verzeihen darf —!

Solneß (mit einem Ausbruch). Dir selber —!

Frau Solneß. Ich hatte ja doch Pflichten nach zwei Seiten hin. Sowohl gegen dich wie gegen die Kleinen. Ich hätte mich unempfindlich machen sollen. Nicht den Schrecken so über mich Herr werden lassen. Auch nicht den Kummer darüber, daß mir das Heim abgebrannt war. (Sie ringt die Hände.) Ach, hätte ich nur gekonnt, Halvard!

Solneß (nähert sich, erschüttert, leise). Aline — du mußt mir versprechen, daß du solchen Gedanken nie mehr nachgehen wirst. Versprich mir das ja!

Frau Solneß. Ach Gott — versprechen! Versprechen! Man kann ja alles mögliche versprechen —

Solneß (preßt die Hände zusammen und geht im Zimmer umher). Ach, es ist doch zum Verzweifeln! Niemals ein Sonnenstrahl! Nie soviel wie nur ein Streiflicht ins Heim hinein!

Frau Solneß. Hier ist ja kein Heim, Halvard.

Solneß. Ach nein, das ist nur zu wahr. (Schwermütig.) Und Gott weiß, ob du nicht darin recht behältst, daß es im neuen Hause auch nicht besser für uns wird!