Solneß. Die Sache ist die, daß ich manchmal fast zusammenbreche unter dieser entsetzlichen Schuldenlast —

Frau Solneß. Schulden, sagst du! Aber du bist ja niemand etwas schuldig, Halvard!

Solneß (leise, bewegt). Doch — ich bin in bodenloser Schuld — dir gegenüber, Aline.

Frau Solneß (erhebt sich langsam). Was steckt hier dahinter? Sag' es lieber gleich.

Solneß. Aber es steckt ja nichts dahinter! Ich habe dir nie etwas Böses zugefügt. Jedenfalls nicht mit Wissen und Willen. Und trotzdem habe ich die Empfindung, als ob eine erdrückende Schuld fortwährend auf mir lastete.

Frau Solneß. Eine Schuld mir gegenüber?

Solneß. Am meisten dir gegenüber.

Frau Solneß. Dann bist du dennoch — krank, Halvard.

Solneß (schwermütig). Das wird's wohl sein. Oder etwas ähnliches. (Er blickt nach der Thüre rechts, die sich öffnet.) Da! Jetzt wird's wieder hell.

Hilde Wangel (kommt herein; sie hat an ihrem Anzug einzelnes geändert; das Kleid ist herabgelassen).