Regine. Ja, gewiß will ich das.

Frau Alving. Du hast natürlich deinen Willen, aber —

Oswald (geht zu Regine). Jetzt willst du reisen? Du gehörst ja hierher.

Regine. Merci, Herr Alving; — nun, jetzt werde ich wohl Oswald sagen dürfen. Aber so hatte ich es nicht gemeint.

Frau Alving. Regine, ich bin nicht offen gegen dich gewesen --

Regine. Nein, leider nicht! Hätte ich gewußt, daß Oswald kränklich sei, so —. Und da es jetzt auch nicht Ernst mit uns beiden werden kann —. Nein, ich kann nicht hier draußen auf dem Lande bleiben und mich für kranke Leute abmühen.

Oswald. Nicht einmal für einen, der dir so nahe steht?

Regine. Nein, ich kann es wahrhaftig nicht. Ein armes Mädchen muß seine Jugend ausnützen; sonst kann man ehe man sich's versieht auf dem Strohsack liegen. Und ich habe auch Lebensfreudigkeit in mir, gnädige Frau!

Frau Alving. Ja, leider; aber wirf dich nicht fort, Regine.

Regine. Nun, wenn's geschieht, so hat es wohl geschehen müssen. Artet Oswald seinem Vater nach, so arte ich vermuthlich meiner Mutter nach. — Darf ich fragen, Frau Alving, ob Pastor Manders diese Angelegenheit kennt?