Regine. Ja! Wenn du über die Mutter sprichst, so schlage ich zu! Hinaus mit dir, sage ich! (Treibt ihn hinauf zur Gartenthür.) Und wirf die Thür nicht ins Schloß; der junge Herr Alving — — —
Engstrand. Schläft, ja, das weiß ich. Es ist doch sonderbar, wie du dich um den jungen Herrn Alving kümmerst! — — (Leise.) Hoho; es ist doch am Ende nicht gar er, der — — — —?
Regine. Hinaus! und das schnell! Du mußt verrückt sein, Mensch! Nein, nicht den Weg. Da kommt Pastor Manders. Ueber die Küchentreppe mit dir.
Engstrand (nach rechts). Ja, ja, ich gehe schon. Aber sprich du mit dem, der da kommt. Er ist der Mann um dir zu sagen, was ein Kind seinem Vater schuldig ist. Denn ich bin nun doch einmal dein Vater, siehst du. Das kann ich aus dem Kirchenbuch beweisen. (Er geht durch die zweite Thür ab, die Regine geöffnet hat und wieder hinter ihm schließt.)
Regine (sieht hastig in den Spiegel, fächelt sich mit dem Taschentuch und zupft an der Cravatte, dann beschäftigt sie sich wieder mit den Blumen).
Pastor Manders (im Ueberrock mit Regenschirm, eine kleine Reisetasche an einem Riemen über die Schulter gehängt, tritt durch die Gartenthür ins Blumenzimmer). Guten Tag, Jungfer Engstrand.
Regine (wendet sich freudig überrascht um). Nein, seht doch! Guten Tag, Herr Pastor! Ist das Dampfschiff denn schon angekommen?
Pastor Manders. Es ist gerade angekommen. (Geht ins Gartenzimmer.) Dies unaufhörliche Regenwetter ist doch recht ärgerlich.
Regine (geht ihm nach). Es ist aber ein gesegnetes Wetter für den Landmann, Herr Pastor.
Pastor Manders. Ja, darin haben Sie gewiß Recht. Wir Leute aus der Stadt denken so wenig daran. (Fängt an den Ueberrock abzulegen.)