Engstrand. O, es wird aber trotzdem geschehen. Ich kenne einen, der schon einmal die Schuld anderer auf sich genommen hat.

Pastor Manders. Jacob! (Drückt seine Hand.) Sie sind ein seltener Mensch. Nun, Ihnen soll auch zu Ihrem Seemanns-Asyl verholfen werden; darauf können Sie sich verlassen.

Engstrand (vermag vor Rührung nicht zu danken).

Pastor Manders (hängt sich die Reisetasche um). Und jetzt von dannen. Wir beide reisen zusammen.

Engstrand (an der Speisezimmerthür leise zu Regine). Geh' mit mir, Mädchen! Du sollst wie eine Prinzessin leben.

Regine (wirft den Kopf zurück). Merci! (Geht in das Vorzimmer und holt die Reisekleider des Pastors.)

Pastor Manders. Leben Sie wohl, Frau Alving. Gott gebe, daß der Geist der Ordnung und der Gesetzlichkeit recht bald seinen Einzug in dieses Haus halte.

Frau Alving. Leben Sie wohl, Manders! (Sie geht ins Blumenzimmer, da sie Oswald durch die Gartenthür eintreten sieht.)

Engstrand (indem er und Regine dem Pastor mit dem Anziehen des Ueberrocks behilflich sind). Lebe wohl, mein Kind. Und wenn dir etwas zustoßen sollte, so weißt du, wo Jacob Engstrand zu finden ist. (Leise.) Kleine Hafengasse, hm —! (Zu Frau Alving und Oswald.) Und das Haus für die fahrenden Seeleute soll heißen »Kammerherr Alvings Asyl«. Und wenn ich das Haus nach meinem Kopf leiten darf, so kann ich versprechen, daß es des verstorbenen Kammerherrn würdig sein wird!

Pastor Manders (in der Thür). Hm — hm! Kommen Sie nur, mein lieber Engstrand. — Leben Sie wohl; leben Sie wohl! (Er und Engstrand durch das Vorzimmer ab.)