FRAU HILSETH. Nein, – daß ich sowas erleben muß, – das hätt ich mein Lebtag nicht gedacht!

REBEKKA. Was hatten Sie sich denn gedacht, Frau Hilseth?

FRAU HILSETH. Na, ich hatte mir Pastor Rosmer doch 'n bißchen reeller vorgestellt.

REBEKKA. Reeller?

FRAU HILSETH. Ja ja, reeller; jawoll!

REBEKKA. Aber liebe Frau Hilseth, was meinen Sie damit?

FRAU HILSETH. Ich, Fräulein, meine, was recht und billig ist. Auf die Art und Weise mußt er sich nicht los und ledig machen; auf die nicht.

REBEKKA (sieht sie an). Nun hören Sie mal, Frau Hilseth. Sagen Sie mir offen und ehrlich, – warum, meinen Sie, reis ich weg?

FRAU HILSETH. Herrgott, Fräulein, das ist ja doch wohl 'n Müssen! Ach ja, ja, ja! Aber meine Meinung ist nun die, schön ist das nicht vom Herrn Pastor. Der Mortensgaard, na der war ja entschuldigt. Nämlich sie hatte ja noch ihren Mann am Leben. Also die beiden, die konnten sich nicht heiraten, so gern sie auch mochten. Aber der Herr Pastor, sehn Sie, der – hm!

REBEKKA (mit schwachem Lächeln). Hätten Sie sich von Pastor Rosmer und mir sowas denken können?