Als es dunkel war, nahm Robert das Bäumchen und Else den Korb. Sie gingen hin und stellten die Sachen leise vor Maurers Tür. Dann klopften sie und eilten davon.

Wie sich da die armen Leute freuten! Aber auch Robert und Else meinten, noch nie so schöne Weihnachten gehabt zu haben, wie diesmal.

52. SCHNEESTERNE.

Olga: Komm, liebe Mama, komm geschwind! Ich hab' dir etwas mitgebracht. Rate, was es ist!

Mutter: Nun, was mag das wohl sein! Blumen, Obst oder gar Kuchen?

Olga: O, nein, nein; ganz etwas anderes. Schöne, weiße Sterne sind es. Sieh her, hier hab' ich sie in meiner Schürze!

Mutter: Wo sind sie denn? Ich kann nichts sehen.

Olga: Ach, Mama! Sie sind nun fort, und ich habe mich doch so gefreut, sie dir zu bringen. Es sind nur noch kleine Tropfen auf meiner Schürze. Ich möchte weinen!

Mutter: Weine nicht, liebe Olga: Solche Sterne können nicht bleiben. Die Waren einmal Wasser, und die Kälte machte sie zu Schnee. Da sehen sie gerade wie kleine, blitzende Sterne aus. Nachher werden sie wieder zu Wasser. Menschen, Tiere und Pflanzen trinken das Wasser. Nach und nach holt die Sonne auch viele Tropfen hinauf zu den Wolken. Ohne Wasser könnten wir gar nicht leben.