5. ZUR SCHULE.

Nun hurtig vom Stuhle
Und schnell in die Schule;
Es ist an der Zeit.
Holt Hüte und Kappen,
Bringt Tafeln und Mappen;
Nehmt auch für die Pause
Euch etwas zum Schmause;
So, Kinder, jetzt seid
Zur Arbeit bereit!

6. BRUDER UND SCHWESTER.

Es ist Morgen. Die Nacht hindurch hat es geregnet und immer noch fallen einzelne Tropfen. Seit einigen Tagen besucht der kleine Wilhelm die Schule. Er hat einen neuen Anzug, eine hübsche Mütze und einen bunten Schulsack erhalten. Wie leid tut es ihm, daß alles vom Regen soll naß werden. Da kommt die gute Schwester Emilie. Sie muß für die Mutter noch einen Gang auf den Markt machen. Nun will sie den Bruder unter den Schirm nehmen und ihn bis an das Schulgebäude begleiten. Wilhelm faßt die Schwester am Kleide, und sie treten in die Türe. Aber, siehe da, der Regen hört auf und als Emilie vorsichtig die Hand ausstreckt, kann sie kein Tröpfchen mehr spüren. Da darf auch der zottige Spitz mit ins Freie.

7. DER SPECHT.

Herr Specht! so früh schon klopfest du!
Was störte dich denn aus der Ruh'?
Es herrscht noch Stille im Erdenraum—
Du hämmerst schon am Fichtenbaum.
"Ist es auch früh, ist's nie zu früh,
An Arbeit fehlt's dem Fleiß'gen nie,—
Wer Tages etwas will gewinnen,
Der muß recht frühe schon beginnen."

8. DIE UHR.

Eben hatte es sieben geschlagen. Die Mutter ging in die Kammer, um den kleinen Leo zu wecken. Der war aber schon wach und saß aufrecht im Bette. "Ei, Leo!" sagte die Mutter, "Wie kommt denn das? Sonst muß ich dich viele Male rufen und schütteln, und heute bist du ganz munter!" "Ach, denke nur, liebe Mama," sagte Leo, "ich War ja auch noch so müde und hätte gerne länger geschlafen. Aber da hatte auf einmal die große Uhr dort an der Wand ein Gesicht wie ein Mensch, und machte immerfort: Auf! raus! Auf! raus! Nun hatte ich Angst, liegen zu bleiben und wollte aufstehen. Jetzt hörte ich die Uhr ganz deutlich sagen: Recht so! Recht so! und sie sah wieder freundlich aus!"

9. SCHULEIFER.