Hier schlug er sich mit der Hand auf den Mund.
»Pfui,« sagte er, »da sitzt mir ein ganzes Regiment Teufel im Nacken.«
Aber der Gedanke der Erklärung ließ ihn nicht mehr los; er machte sich einfach klar, daß, wenn er dadurch der geliebten Verstorbenen zu nahe träte, er sie durch Messen und Frömmigkeit versöhnen könne, wodurch er ihr zugleich beweisen würde, daß er ihrer stets gedenke und zu gedenken nicht aufhören werde.
Im übrigen, wenn sich auch die Menschen wundern werden, wenn sie darüber lachen werden, daß er vor einigen Wochen noch vor Traurigkeit ein Mönch werden wollte, und daß er jetzt schon einer zweiten seine Liebe erklärt, so würde die Schande doch nur auf ihn fallen, während im entgegengesetzten Falle die unschuldige Christine Schande und Schuld mit ihm teilen müßte.
»Ich will mich also morgen erklären, es kann nicht anders sein,« sagte er endlich.
Das beruhigte ihn sehr; er sprach sein Gebet für Ännchen mit großer Andacht und schlief ein.
Als er am anderen Morgen erwachte, wiederholte er:
»Heute will ich mich erklären.«
Aber das war nicht so einfach, denn Michael wollte es nicht allen kundgeben, er wollte zuvor mit Christine sprechen und nachher handeln, wie es sich ergeben würde. Indessen kam schon am anderen Morgen Nowowiejski und war überall.