»Und vielleicht,« sagte Sagloba, indem er ihr scharf in die Augen sah, »vielleicht trägst du im Herzen eine verborgene Liebe, he?«
»Nichts da!« rief Bärbchen.
Sie sprang von ihrem Platze auf und begann eilig, als ob sie eine Verwirrung verbergen wollte, zu wiederholen:
»Ich mag Herrn Nowowiejski nicht, ich mag ihn nicht, ich mag niemand; warum quälen sie mich, warum quälen sie mich alle?«
Und sie brach plötzlich in Tränen aus.
Sagloba tröstete sie, so gut er konnte, aber sie war den ganzen Tag traurig und mürrisch.
»Michael,« sagte Sagloba bei Tische, »du gehst fort, inzwischen kommt Ketling zurück, und er ist ein Frauenliebling seltener Art. Ich weiß nicht, wie die Mädchen mit ihm fertig werden, aber ich denke, wenn du wiederkommst, findest du beide verliebt.«
»Gut für uns,« antwortete Wolodyjowski, »wir geben ihm sogleich Fräulein Bärbchen.«
Bärbchen heftete ihre Luchsaugen auf ihn und erwiderte:
»Und warum seid Ihr um Christine weniger besorgt?«