»Wir sind von Räubern verfolgt!«
»Was — wie — wer?« fragte Sagloba schläfrig.
»Wir sind von Räubern verfolgt!«
Da erwachte Sagloba.
»O, gleich verfolgt! — Ich höre Hufschlag; vielleicht reitet jemand denselben Weg.«
»Ich bin überzeugt, es sind Räuber.«
Bärbchen war darum davon überzeugt, weil sie sich in innerster Seele Abenteuer, Räuber und Gelegenheit, ihren Mut zu zeigen, wünschte, und als Sagloba schnarchend und brummend anfing, unter dem Sitz die Pistolen hervorzuziehen, die er »zufällig« immer mit sich führte, drängte sie ihn bald, ihr eine zu geben.
»Ich werde schon den ersten, der herkommt, treffen. Die Tante schießt ausgezeichnet mit dem Pistol, aber sie sieht in der Nacht nichts. Ich möchte schwören, es sind Räuber; — o gebe Gott, daß sie uns angriffen! Gib mir schnell das Pistol!«
»Gut,« antwortete Sagloba, »aber versprich mir, daß du nicht vor mir schießest und nicht, ehe ich »Feuer« sage. Wenn man dir eine Waffe in die Hand gibt — du hättest nicht übel Lust, den ersten besten Edelmann niederzuschießen, ohne vorher »wer da« zu rufen, und dann gibt's Händel.«