»Siehst du,« sagte Michael zu Bärbchen, »dort hält sich der Feind versteckt.«
»Ich sehe den Rauch, aber ich sehe weder Menschen noch Pferde,« antwortete Bärbchen mit pochendem Herzen.
»Weil das Schilf sie verdeckt, obwohl ein geübtes Auge sie erreicht. Sieh' dorthin: zwei, drei, vier, eine ganze Anzahl von Pferden sieht man. Das eine ist scheckig, das andere ganz weiß, und von hier sieht es wie blau aus.«
»Werden wir bald zu ihnen hinunterreiten?«
»Man wird sie uns hierherjagen, aber wir haben Zeit, denn bis zu jener Stelle kann es eine Viertelmeile sein.«
»Wo sind die Unsrigen?«
»Siehst du dort unten in weiter Ferne den Waldstreifen? Des Herrn Kämmerers Fahne muß gerade jetzt seinen Rand erreichen. Mellechowitsch kann auf jener Seite jede Minute auftauchen. Die zweite Fahne der Genossen wird sie von diesem Felsen aus fassen. Wenn sie die Leute erblicken, werden sie von selbst auf uns losrücken, denn hier herum kann man bequem zum Fluß unterhalb des Abhanges; von der anderen Seite aber ist ein gähnender Abgrund, den niemand zu Pferde passieren kann.«
»So sind sie in der Falle?«
»Wie du siehst.«
»O Gott, ich halt' es kaum noch aus!« rief Bärbchen.