»Weil wir sie mit unseren Lanzen in den Weichen kitzelten,« fügte Sagloba hinzu, »und mich trug die Ritterschaft damals auf ihren Händen zu Lubomirski.«

»So, wart Ihr bei Chozim?« fragte der unvergleichliche Bogenschütze; »man sollte gar nicht glauben, wo Ihr überall dabei gewesen seid, und was Ihr nicht alles getan habt!«

Sagloba war ein wenig gekränkt und antwortete:

»Nicht bloß dort gewesen bin ich, ich habe auch eine Wunde empfangen, die ich Euch ad oculos vorführen kann, wenn Ihr neugierig seid, aber ein wenig abseits, denn in Gegenwart der Frau Hauptmann ziemt es mir nicht, mich damit hervorzutun.«

Der berühmte Bogenschütze sah bald ein, daß er gefoppt wurde. Da er sich aber nicht kräftig genug fühlte, mit Saglobas Witz zu wetteifern, hörte er auf zu fragen und wandte das Gespräch anderen Dingen zu.

»Es ist wahr, was Ihr sagt. Wenn man so in der Ferne hört, wie die Leute schwatzen, Kamieniez sei nicht gerüstet, Kamieniez müsse fallen, so erfaßt einen ein Schrecken. Wenn man aber Kamieniez sieht, so ist man gleich mit Mut erfüllt.«

»Und wenn erst Michael in Kamieniez sein wird!« rief Bärbchen.

»Herr Sobieski muß Hilfe schicken.«

»Gott sei Dank, es steht nicht so schlimm! Ja, es stand schon schlimmer, und wir gaben nicht nach.«