Einmal kletterte er auf den Kirchturm und ließ sich auf der obersten Spitze nieder. Er war ein verwegener Junge und ein geborener Kampfhahn. In der Schule war er vollkommen unbrauchbar. Er versuchte eine nach der anderen, aber keine konnte ihm Respekt abgewinnen. Er war das schwarze Schaf der Familie, verachtet und abgelehnt von der ganzen Stadt.
So sandte der Vater in Verzweiflung den Achtzehnjährigen nach Indien in ein Geschäft.
Der junge Clive erreichte Indien nach einer einjährigen Reise. Sein Geld war verausgabt, er stak in Schulden. Sein Gehalt war kleiner als das irgendeines Stenotypisten heute. Er logierte in einer kleinen schäbigen Dachkammer.
Das war Clives erster Einzug in Indien.
Das erste, was er tat, war, ein Duell mit einem Bramarbas auszutragen; das trug ihm sein erstes bißchen Ansehen ein.
Das zweite war, daß er sich mit dem Gouverneur anfreundete, der eine gute Bibliothek hatte. Er erzog sich selbst, wie es fast alle großen Männer tun.
Zu dieser Zeit dominierten die Franzosen in Indien. Auch die Holländer waren einflußreich. Aber die Briten waren Außenseiter. Sie wurden mehr als Hausierer angesehen.
Die Franzosen griffen das kleine Fort an, in dem Clive als Angestellter arbeitete, und fingen jedermann, außer Clive: Der sprang über einen Zaun und entkam.
Dies Ereignis begründete seine Karriere. Er wurde sogleich Soldat und studierte militärische Taktik.
Vier Jahre später wurde er Hauptmann, organisierte 200 Engländer und 300 Sepoys — eingeborene Inder — und begann als ein privater, selbständiger Abenteurer die Franzosen zu verjagen.