Zum Glück wußte seine Mutter sein Genie richtig einzuschätzen. Sie befreite ihn von der landwirtschaftlichen Arbeit und sandte ihn zurück in die Schule.
Mit 18 Jahren wurde er in das Trinity College in Cambridge aufgenommen. Neun Jahre später war er dort Professor der Mathematik. So gut wie sein ganzes Leben lang blieb er mit Cambridge in Verbindung.
Mit 24 Jahren begann er das Phänomen des Lichtes zu studieren. Er entdeckte, daß das Licht aus verschiedenartigen Strahlen zusammengesetzt ist.
Darauf erfand er
ein reflektierendes Fernrohr.
Es war das erste seiner Art. Sein erstes Fernrohr steht jetzt in der Bibliothek der Royal Society mit der folgenden Inschrift: »Erfunden von Sir Isaac Newton und von ihm eigenhändig hergestellt im Jahre 1671.«
Man hatte zu jener Zeit noch sehr geringe Kenntnisse in der Astronomie. Alle Fernrohre waren niedliche Spielzeuge. Das, welches Newton erfand, war sechs Zoll lang. Niemand in Newtons Generation ahnte etwas von den 100-Tonnen-Fernrohren, die wir heute haben.
Galilei war ein Jahr vor Newtons Geburt gestorben. 42 Jahre vor Newtons Geburt war Bruno in Rom auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden, weil er versichert hatte, daß sich die Erde um die Sonne bewegt.
Ja, in jenen frühen Tagen der Astronomie, in denen Newton erschien, war es geradezu gefährlich, über derartige Dinge nachzudenken.
Aber Newton hatte das gute Glück, in England zu leben. Er lebte, wo die Wissenschaft frei war. Seine Anschauungen wurden zwar angegriffen, aber er selbst war niemals in Gefahr, verfolgt zu werden.