»Revolver sind für Feiglinge und Mörder, nicht für Ehrenmänner

Seine Freunde fürchteten, daß er getötet werden könnte; aber er lebt heute noch, und die Revolverleute sind tot. »Sie brachten sich gegenseitig um«, sagt Mackenzie.

Er ist ein riesiger Mann. »Ich bin eine zu große Zielscheibe,« meint er, »um mich auf Revolverkämpfe einzulassen. Niemand kann mich verfehlen.« Und doch hat er niemals Furcht gekannt.

Sehr bald wurde er der Führer aller Viehzüchter in den Vereinigten Staaten. Er wurde gewöhnlich gewählt, wenn es galt, sie in nationalen Angelegenheiten zu vertreten.

Einmal besuchte er den Präsidenten Roosevelt. Ich erinnere mich sehr deutlich daran, weil ich zu jener Zeit in Washington war.

Roosevelt hatte versprochen, Mackenzie 20 Minuten zu gewähren. Als Mackenzie hereinkam, wendete sich Roosevelt in seiner überlebhaften Weise an ihn und sprach ununterbrochen.

Nach 20 Minuten sagte Roosevelt: »Jetzt ist Ihre Zeit um. Adieu, Mackenzie!«

»Noch nicht, Herr Präsident«, sagte Mackenzie, indem er seinen gewaltigen Körper zwischen Roosevelt und die Tür stellte. »Ich bin nicht dreitausend Meilen gekommen, um in dieser Weise abgefertigt zu werden. Sie haben gesagt, Sie wollten mir zwanzig Minuten geben. Und bisher haben Sie allein geredet. Jetzt werden Sie Ihr Wort halten und hören, was ich zu sagen habe.«

Roosevelt setzte sich nieder. Er hatte seinen Meister gefunden. Er horchte 20 Minuten, während Mackenzie ihm die Beschwerden der Viehzüchter vorlegte. Die beiden Männer — Roosevelt und Mackenzie — wurden hierauf gute Freunde, und Roosevelt erwähnte Mackenzie in einem seiner Bücher. »Er glaubt daran,« schreibt Roosevelt, »daß man jedermann ehrenhaft behandeln müsse.«

Mit 61 Jahren übernahm Mackenzie eine noch viel bedeutendere Stellung. Er richtete eine Viehzuchtfarm von fünf Millionen Hektar in Brasilien ein.