Er ist über 75 Jahre alt, ein zarter, schlanker, glattrasierter Mann mit schneeweißem Haar und freundlichen Augen.
Wie alle Leute, die der Beachtung wert sind, ist er arm geboren. Sein Vater war ein Anglo-Amerikaner, der auf einer kleinen steinigen Farm in Neu-England mühselig sein Leben fristete.
Der arme kleine Luther hatte kein Geld — keine Gesundheit — wenig Schulbildung und keine wie immer gearteten Vorteile.
Er dachte nicht daran, daß er irgendeine Art Genie sei, ließ sich zunächst vom Strom treiben und versuchte nur, einen bescheidenen Lebensunterhalt zu erwerben.
Er arbeitete um 50 Cent per Tag in einer Pflugfabrik. Dann bekam er eine etwas bessere Stellung in einem Möbelgeschäft.
Aber er fand bald heraus, daß er sich weder zum Fabrizieren noch zum Verkaufen eignete. Er beschloß, Arzt zu werden, und begann Medizin zu studieren.
Dann, mit 26 Jahren, erkrankte er an einem Sonnenstich, der seinem Leben beinahe ein Ende machte.
Krank, arm und freundlos ging er nach Kalifornien. Er hatte keinen Beruf. Er war kein gelernter Arbeiter. Er war ein Farmarbeiter, nicht mehr.
Zunächst fand er niemanden, der ihm Arbeit geben wollte. Um sich vor dem Verhungern zu schützen, reinigte er Hühnerhäuser.
Endlich wurde er als Hilfsarbeiter in einer Baumschule angestellt, aber sein Lohn war so niedrig, daß er gezwungen war, in dem Glashaus zu schlafen.