Burbank ist fasziniert von den Pflanzen und ihren Möglichkeiten. Er liebt es, ein Unkraut oder eine ganz gewöhnliche Pflanze zu nehmen und sie zu einer höheren Form zu entwickeln.
Er liebt es, der Natur einen kürzeren Weg zu zeigen — eine schnellere Methode zur Entwicklung.
Er hat seine Baumschule zu einer bedeutenden Universität der Gartenkunst gemacht. Er hat das Geheimnis der Erziehung von Pflanzen und Bäumen gelöst.
Er findet, daß Pflanzen außerordentlich den Massen gleichen. Manche lassen sich belehren und andere nicht.
Es gibt z. B. bestimmte Arten Palmen, denen man nichts beibringen kann. Sie können nicht verbessert werden. Sie wehren sich hartnäckig gegen eine höhere Daseinsform.
Burbank hat sehr bestimmte Ansichten über Erziehung: kein Kind solle mit Büchern gequält werden, bevor es mindestens zehn Jahre alt ist. Es sollte seine erste Belehrung im Kindergarten, im Feld und auf dem Spielplatz erhalten.
»Es ist ein Verbrechen gegen die Natur,« sagte er, »die zarte Menschenpflanze zu nehmen und ihre geistige Entwicklung vorzeitig in der Gewächshausatmosphäre des Schulzimmers zu forcieren.«
Burbank ist niemals gereist. Er fand keine Zeit dazu. Aber weise Männer aus allen Weltteilen kamen nach Kalifornien, um ihn in Santa Rosa zu besuchen.
Er hatte ein Leben des höchsten Erfolges. Er begann in einer Höhle der Armut und Krankheit, um zu einem Gipfel des Ruhms, des Reichtums und des Dienstes an seiner Nation aufzusteigen.
Und nie zu vergessen — niemand half ihm — niemand, außer einer armen Frau, die ihm im Namen Christi einige Glas Milch schenkte.