Der 2., 3. u. 4. F. der M. sind mit dem ersten gleichlautend.
a. Herr, Hase, das Kleine. b. Schule, Person, Marie, Amalie. c. Ohr, See, Auge, Dorn, Ende, Gevatter, Hemde.
Anm. 1. Die Wörter auf en, chen, lein gehen nach der gem. Bieg. und nehmen demnach im 2. F. der E. s an, können dieses s aber nie in der M. behalten, also: des Mädchens, aber nicht: die Mädchens. Herz und Schmerz gehören auch hierher, jedoch hat Schmerz auch — Schmerzes.
Anm. 2. Die männl. Wörter auf e gehen nach der schw. B.; einzelne derselben, welche neben dem 1. F. auf e noch eine veraltete Form auf en haben, bilden den 2. F. der E. auf ens.S. § 4, 2. 3.
Anm. 3. a. Die männl. Eigennamen biegen mit dem Geschlechtsw. wie die weibl. Hauptw. der st. B.; die weibl. dagegen wie die weibl. Hauptw. der schw. Bieg. — Stehen die Eigennamen ohne Geschlechtsw., so nehmen sie im 2. F. s, n s oder en s und in den übrigen F. n oder en an. 1. F. Marie, 2. F. Mariens, 3. F. Marien, 4. F. Marien. — Fritz, Max, Hans; Ottilie, Emilie, Louise; Heinrichs, Berthas.
b. Folgen mehrere Eigennamen auf einander, so erhält nur der letzte die Fall-Endung. Christian Fürchtegott Gellerts Fabeln.
c. 1. F. Jesus Christus, 2. F. Jesu Christi, 3. F. Jesu Christo, 4. F. Jesum Christum.
Zusatz-Regel: Schwach biegen alle diejenigen Hauptwörter, die in der Mehrzahl ein „n“ oder „en“ annehmen; stark biegen die, welche in der M. kein „n“ oder „en“ erhalten: der Knabe — die Knabe n, folglich schwach, und daher der 2. Fall der Einzahl: „des Knaben“; aber: der Garten — die Gärten, folglich, weil kein „n“ hinzugekommen stark und deshalb der 2. Fall der Einz. „des Gartens.“
III. Eigenschaftswörter.
§. 7. 1. Eigenschaftsw. bezeichnen die Eigenschaften der Gegenstände. Sie bestimmen also das Hauptw. und stehen: a) beifügend (attributiv) auf die Frage: Was für ein, eine, ein? (Welcher, e, es?)