Wir führen endlich zum Schluß dieses Abschnitts noch an, daß Leonardo die Idee der artesischen Brunnen ausführte und dazu einen [Erdbohrer] konstruirte, Trivella per forar pozzi alla Modenese, welcher in den Manuskripten erhalten ist und den wir hier zufügen. Ferner hat Leonardo sehr viel hydraulische Maschinen, Pumpen, Wasserräder, Wasserpressen, Schnecken etc. etc. konstruirt und nebst seinen trefflichen Kanal- und Schleusenskizzen uns nachgelassen.

Davon im späteren Abschnitt „Maschinen“ soweit es die effektiven Konstruktionen betrifft.

Leonardo war bei seinen praktischen Ingenieurarbeiten für die Hydraulik gezwungen, die Wassermassen für Ab- und Zufluß zu berechnen; er that dies in einer Weise, die auch heute noch genügen könnte. Er stellte 14 Bedingungen auf, nach welchen sich die Ausflußmenge eines Kanals richtet. Er berücksichtigt dabei sowohl die Form und Oberfläche der Kanäle, Rohre etc., als die Richtung, den Querschnitt der Mündung u. s. w., endlich auch die Rolle der Luft dabei. Drastisch bemerkt er: „Sowie ein Strumpf (calze), welcher das Bein bekleidet, nicht mehr dessen Aussehen verräth, so zeigt auch die Oberfläche des Wassers nichts von der Beschaffenheit des Bodens im Kanal.“

[12] Archimedes, περι των εχουμενων. ed. David Rivaltus

[13] Er zitirte Archimedes öfter.

[14] Es ist ein großer Mangel, daß z. B. Ewbank in seinem „Descr. and histor. account of Hydraulic and other machines for raising water“ nichts von Leonardo da Vinci kennt, während er Venturi’s Arbeiten zitirt.

[15] Newton, Mathemat. Prinzipien. Von Prof. Dr. Wolfers, Berlin, Oppenheim 1872. pag. 360.

[16] Wir bemerken, daß viele Sätze in den späteren Schriften besonders der französ. Gelehrten fast genau wiedergegeben zu sein scheinen.

[17] So auch Poncelet, Sganzin, Reibell u. A.