a Pleurosigma angulatum,
b die Felder desselben bei 300facher Vergr.,
c dieselben bei sehr starker Vergrösserung.
Gewöhnlich legt der Optikus seinem Mikroskope mittleren Werthes die Schuppen der Hipparchia Janira als Probeobject bei, und er beweist die Güte des Mikroskops damit, wenn die Längsstreifen bei einer 60- bis 80fachen Vergrösserung, bei einer 180- bis 200maligen Vergrösserung auch die Querstreifen entwickelt werden. Für die grösseren Mikroskope wählt man jetzt häufig Diatomeen, unter denen Pleurosigma angulatum und Navicula Hippocampus angulata schwer zu entwickeln sind. Anfangs erscheint die Schale glatt und ohne Zeichnung, bei starker Vergrösserung (300- bis 350facher) und schiefer Beleuchtung werden quer und theils schiefe, sich kreuzende Linien sichtbar, welche bei der stärksten Vergrösserung und schiefer Beleuchtung sich zu zusammenhängenden 6eckigen Feldern mit heller Umwallung auflösen. Das schwierigste Probeobject bietet Surirella Gemma. Diese Diatomee bildet eine elliptische Scheibe mit gröberen sichtbaren parallelen Querleisten, welche von einem in der Mitte liegenden Kiele ausgehend in die Peripherie verlaufen. Zwischen diesen Querleisten, und zwar diesen parallel, erblickt man bei stärkerer Vergrösserung feine Linien. Vermag das Mikroskop endlich die diese feinen Querlinien wellig durchschneidenden Längslinien zu entwickeln, so dass sich gleichsam ein Korbgeflecht dem Auge darbietet, dann kann man in der That mit der Leistung des Mikroskops zufrieden sein. Aehnlich steht es mit einem anderen Probeobject, der Grammatophora subtilissima, an deren Kieselpanzer bei schiefer Beleuchtung sich Querlinien entwickeln lassen.
Surirella Gemma,
circa 400mal vergrössert.
Ein Theil der Surirella Gemma
bei 1000–1200facher Vergrösserung.