Hasenflaum,
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Hasenflaum unterscheidet sich durch die schräge Schuppung.
Zur chemischen Untersuchung eines Gewebes auf seine Zusammensetzung genügen folgende drei Lösungen:
1. eine mit Zinkoxyd gesättigte concentrirte Chlorzinklösung;
2. eine 10prozentige Aetzkali- oder Aetznatronlauge;
3. eine ammoniakalische Kupferoxydlösung.
Seide wird von der Chlorzinklösung, schneller beim Erwärmen, gelöst. Wolle wird von der Aetzlauge, die Pflanzenfaser von der ammoniakalischen Kupferoxydlösung gelöst.
Eine Beimischung von Baumwolle in Leinen lässt sich (nach R. Boettger) erkennen, wenn man die von der Appretur befreiten Quer- und Längsfäden oder auch ein Stück des Gewebes zuerst in eine spirituöse Lösung der Bosolsäure (Aurin, gelbes Corallin des Handels), hierauf in eine concentrirte wässrige Lösung des kohlensauren Natrons (Soda) eintaucht und endlich mit Wasser abspült. Die Leinenfaser erscheint dann rosaroth gefärbt, Baumwollenfaser nicht gefärbt. — Zündet man einen herabhängenden (von Appretur befreiten) Faden an und löscht die Flamme wieder aus, so zeigt der Leinenfaden ein glattes zusammenhängendes, der Baumwollenfaden dagegen ein büschelförmig ausgespreiztes verkohltes Ende. — Hält man die Faser oder ein Stück des Gewebes 2 Minuten lang in englischer Schwefelsäure untergetaucht und spült dann mit Wasser aus, so findet man die Wollenfaser unverändert, die Seidenfaser in Lösung übergegangen.
W Schafwolle.
E Electoralwolle.