Blut.

Blut. Das normale Blut besteht aus einer farblosen wässerigen Flüssigkeit und darin schwimmenden zellenähnlichen rothen und auch farblosen (weissen) Körperchen, den sogenannten Blutkörperchen. Diese werden von einigen für Zellen, von anderen für keine Zellen gehalten, obgleich ihnen alle die Eigenschaften angehören, welche an der lebenden Zelle angetroffen werden. Die rothen im Blute des Menschen in grösster Menge vertretenen Blutkörperchen oder Blutzellen erscheinen unter dem Mikroskop als kreisrunde, etwas biconcave, durchsichtige, farblose oder gelbliche Scheiben mit klar hervortretendem Kugelschatten, die unter Einfluss des Wassers die Gestalt hyaliner sphärischer Bläschen annehmen. Sie zeigen sich oft geldrollenähnlich an einander gereiht ([Fig. 154]). Lässt man Glaubersalz zwischen Objectglas und Deckglas treten, so tritt eine Contraction der Blutkörperchen ein, der Schatten tritt näher an die Ränder der Scheiben, die Ränder gestalten sich allmählich verzerrt, eckig, zerrissen, gezackt, gekerbt.

[Fig. 153.]

Blutkörperchen,
1200mal vergr. a auf der Kante stehend, b flach liegend.

[Fig. 154.]

Blutkörperchen,
freiliegend u. geldrollenähnlich aneinanderhängend, 500mal vergr.

[Fig. 155.]