„Und — und — was sagt Mama?! Hast du sie gesprochen? Grade wollte ich ihr schreiben, und mich entschuldigen, daß ich so fortgegangen bin.

„Na, sie weiß es ja auch ohne Worte, daß ich keine böse Absicht damit verband. — Erkläre übrigens! Welch einen fürchterlichen Lärm haben eure Maschinen wieder einmal gemacht. Werden denn nun auch am Tage die schrecklichen Ungeheuer in fortwährende Bewegung gesetzt?“

So sprach sie rasch und lebhaft nacheinander, erschöpfte alles, was sie beschäftigte, auf einmal.

Klamm sah infolgedessen auch davon ab, die Vorgänge ausführlicher zu berühren. Er sagte nur:

„Du erlaubst dir viel, Adelgunde. Was grade deine Sinne kreuzt, das mußt du haben, ohne Rücksicht auf andere. Aber lassen wir das! und höre, was ich meinerseits vorzuschlagen habe.

„Ich möchte unser Gut noch nicht verlassen. Die Witterung ist so milde, und die Landluft so wohlthätig für meine Nerven, daß es thöricht wäre, mich des guten Einflusses zu entziehen. Ich möchte auch mit meiner Mutter die künftigen Dinge feststellen. Sie will nicht in die Stadt zurückziehen. Es ist das auch von Wert! So haben wir stets jemanden, der draußen nach dem Rechten sieht. Du mußt also allein hier wirtschaften, oder du mußt dich überhaupt anderweitig einrichten. —“

„Was heißt das? Wie meinst du das?“ fiel Adelgunde befremdet ein. Und gleich fuhr sie fort:

„Ah, ich weiß! Ich könnte meine Absicht ausführen, meine Freundin, Frau von Stein, in Paris zu besuchen, das wäre eine Idee. — Das heißt,“ unterbrach sie sich wieder, und stockte.

„Nun? Was hast du? Ich finde den Plan sehr gut. Wenn du von Paris zurückkehrst, werde ich auch den Wunsch haben, wieder in die Stadt zu ziehen. — Also alles in Ordnung —“

„Jawohl, Alfred! Ich will nach Paris reisen! Aber nur dann, wenn die Person — die Knoop — nicht draußen wohnen bleibt. Zieht sie es ferner vor, unsere Nachbarin zu sein, trotz meines Verbots, so — so —“