„Ich gebe aber nochmals zu bedenken, daß ich Ihnen allen für alle Zeiten entrückt werde. Ich will mich nach Südamerika einschiffen. Ohne Geld vermag ich es nicht, ich weiß es mir nicht anders zu verschaffen —“

„Wohlan, so will ich das Billet für dich kaufen,“ sprach Herr Knoop plötzlich entschlossen. „Herr von Klamm wird dich auf das Schiff begleiten, und dir auch noch etwas Zehrungsgeld einhändigen. Ein Schriftstück unterzeichnest du vorher, daß du mir so und so viel schuldig geworden.

„Bist du damit einverstanden, so melde dich morgen vormittag elf Uhr zur näheren Rücksprache bei mir.“

„Und wie viel würdest du mir bewilligen, Friedrich?“ forschte der Mann lauernd.

„Ich sagte es ja schon. Den Betrag für die Ueberfahrt und eine Summe in angemessener Höhe für den Anfang, keinen Pfennig mehr, und auch nur dann, wenn das Geld dafür verwendet wird. Und nun nochmals. — Adieu! Ich kann und will hier nicht länger verweilen —“

„Gieb mir 3000 Mark ohne Bedingung, ich wiederhole mit meinem Eidschwur, daß ich nicht wiederkommen will, Friedrich. Weise es mir zu der angegebenen Zeit an.“

„Nein, es bleibt, wie ich angab! Ich lasse mich nur nochmals bewegen, etwas zu thun, wenn du Deutschland verläßt. Es geschieht vorzugsweise auch um meiner Damen willen, die endlich Ruhe für mich herbeiwünschen.“

Noch einen Augenblick schwankte Theodor Knoop. Dann sprach er einen rauhen Dank, nickte kurz, griff nach seinem Hut und entfernte sich unter der nochmaligen Wiederholung der Zeitstunde, die für den folgenden Tag zwischen ihnen verabredet war.

Mit äußerlich sorglosen Mienen traten dann auch die beiden Herren wieder unter die Gäste. Niemand sah ihren Gesichtern an, was sich eben hinter den Thüren vollzogen hatte.

Man hatte sie bisher auch kaum vermißt, nur von Ileisa war bemerkt worden, daß sie sich mit beschäftigten Mienen beide plötzlich entfernt hatten.