„Ich danke Ihnen für diese besondere Rücksicht, Mein Herr,“ sagte Ange, stark betonend.

Der Beamte neigte höflich den Kopf und erhob sich. „Also auf übermorgen zehn Uhr. Ich stehe dann zu Diensten. Ich empfehle mich Ihnen, gnädige Frau.“

Eine stumme Verbeugung, nochmals ein Dankeswort, dann war Ange draußen.

„Nach der Pelzhandlung von M.!“

„Straße? Nummer?“

Ange antwortete, stieg ein und der Wagen rollte fort. Nach zehn Minuten befand sie sich an Ort und Stelle. Sie brachte ihr Anliegen vor und wartete voll Ungeduld auf die Entscheidung. Diese erfolgte erst nach längerer Zeit.

„Wir haben im ganzen nicht viel Neigung zum Kauf, obgleich der Pelz sehr schön ist,“ sagte der Händler, welcher sich mit seiner Umgebung beraten hatte. „Für derartige Ware haben wir hier so gut wie keine Verwendung. Indessen, wollen Sie ihn mit achtzig Thalern abgeben, kann das Geschäft gemacht werden.“

Seit Wochen hatte sich Ange nicht so glücklich gefühlt. Sie hätte aufjauchzen können in der Erleichterung ihrer Seele. Achtzig Thaler! Sie hatte zwar mehr erwartet, da der Pelz mehrere Hunderte gekostet hatte, aber sie empfing Geld—überhaupt Geld, und—dann fand sich alles andere.

Ange nickte, that noch eine Frage wegen Rückkaufs, empfing den Betrag und entfernte sich.

Nach einer Abwesenheit von fast zwei Stunden kehrte sie nun abermals ins
Hôtel zurück.