„Sie sprachen noch nicht von mir. Ich gehöre doch auch zu den
Gegenständen dieser sehr überflüssigen Betrachtungen des verehrlichen
Publikums. Wollen Sie nicht die Güte haben, nun auch die Ansichten über
mich beizufügen,“ erwiderte Teut, ohne eine Miene zu verziehen.
„Ich glaube nur die Thatsachen, aus denen Urteile und Ansichten sich folgern, wiedergegeben zu haben, Herr Rittmeister.“
„Ganz recht, meine Gnädige. Und die Thatsachen, die sich auf mich beziehen?“
„Sie sind täglicher Gast im Hause und erscheinen öffentlich stets neben
Frau von Clairefort—“
„Allerdings, und weiter, wenn ich bitten darf?“
„Nun, deshalb glaubt das Publikum ein Recht zu haben, Bemerkungen zu machen, die freilich und natürlich jeder Unbefangene verdammt.“
„Ah, vortrefflich! Und zu diesen Unbefangenen gehören auch Sie, gnädige
Frau, und der Intimus Ihres Hauses, Herr von Zirp?“
Der Ton, in dem Teut diese Worte sprach, war allerdings impertinent, ja beleidigend; aber der Blick, mit dem Olga erwiderte, gab nichts nach.
Das Gespräch verstummte, und unter einer recht peinlichen Stimmung legten beide den übrigen Teil des Weges zurück. Vor Teut war ein Vorhang zurückgezogen, dessen Hintergrund ihn erschreckte. Er biß sich auf die Lippen und knirschte mit den Zähnen. Diesen Engel hatte man zu verdächtigen gewagt, und eine Frau wie seine Begleiterin fand eine boshafte Freude an der Wiedergabe solchen Geschwätzes.
Teut durchschaute Olga nur zu gut. Da er ihr die Aussicht genommen, mit Ange in Berührung zu treten, ließ sie die Maske fallen und zeigte ihr wahres Gesicht—