„Guten Morgen, Sinclair. Ich wollte nur einmal hören, wie dir’s geht. Der Kromer läßt dich doch jetzt in Ruhe, nicht?“
„Hast du das gemacht? Aber wie denn? Wie denn? Ich begreife es gar nicht. Er ist ganz ausgeblieben.“
„Das ist gut. Wenn er je einmal wiederkommen sollte — ich denke, er tut es nicht, aber er ist ja ein frecher Kerl — dann sage ihm bloß, er möge an den Demian denken.“
„Aber wie hängt das zusammen? Hast du Händel mit ihm angefangen und ihn verhauen?“
„Nein, das tue ich nicht so gern. Ich habe bloß mit ihm gesprochen, so wie mit dir auch, und habe ihm dabei klar machen können, daß es sein eigener Vorteil ist, wenn er dich in Ruhe läßt.“
„O, du wirst ihm doch kein Geld gegeben haben?“
„Nein, mein Junge. Diesen Weg hattest ja du schon probiert.“
Er machte sich los, so sehr ich ihn auszufragen versuchte, und ich blieb mit dem alten beklommenen Gefühl gegen ihn zurück, das aus Dankbarkeit und Scheu, aus Bewunderung und Angst, aus Zuneigung und innerem Widerstreben seltsam gemischt war.
Ich nahm mir vor, ihn bald wiederzusehen, und dann wollte ich mehr mit ihm über das alles reden, auch noch über die Kain-Sache.
Es kam nicht dazu.