Ich konnte nicht sprechen, und auch er konnte oder wollte nicht. Er sah mich nur an. Auf seinem Gesicht lag der Schein einer Ampel, die über ihm an der Wand hing. Er lächelte mir zu.
Eine unendlich lange Zeit sah er mir immerfort in die Augen. Langsam schob er sein Gesicht mir näher, bis wir uns fast berührten.
„Sinclair!“ sagte er flüsternd.
Ich gab ihm ein Zeichen mit den Augen, daß ich ihn verstehe.
Er lächelte wieder, beinah wie in Mitleid.
„Kleiner Junge!“ sagte er lächelnd.
Sein Mund lag nun ganz nahe an meinem. Leise fuhr er fort zu sprechen.
„Kannst du dich noch an Franz Kromer erinnern?“ fragte er.
Ich zwinkerte ihm zu, und konnte auch lächeln.
„Kleiner Sinclair, paß auf! Ich werde fortgehen müssen. Du wirst mich vielleicht einmal wieder brauchen, gegen den Kromer oder sonst. Wenn du mich dann rufst, dann komme ich nicht mehr so grob auf einem Pferd geritten oder mit der Eisenbahn. Du mußt dann in dich hinein hören, dann merkst du, daß ich in dir drinnen bin. Verstehst du? — Und noch etwas! Frau Eva hat gesagt, wenn es dir einmal schlecht gehe, dann solle ich dir den Kuß von ihr geben, den sie mir mitgegeben hat . . . Mach die Augen zu, Sinclair!“