Eines Abends saß ich mit Gustav Becker im Adlergarten bei einem Glas Bier. Wir saßen an einem Tisch gegen die Wiese hin ungestört und ganz allein. Es war so ein trockener, heißer Abend, wo alles voll von goldigem Staub ist, der Lindenduft war fast betäubend und das Licht schien weder zu- noch abzunehmen.
„Du, du kennst doch den Marmorsäger drüben im Sattelbachtal?“ fragte ich meinen Freund.
Er sah nicht vom Pfeifenstopfen auf und nickte nur.
„Ja, sag mal, was ist nun das für ein Mensch?“
Becker lachte und stieß die Pfeifenpatrone in die Westentasche.
„Ein ganz gescheiter Mensch ist er,“ sagte er dann. „Darum hält er auch immer das Maul. Was geht er dich an?“
„Nichts, ich dachte nur so. Er macht doch einen besonderen Eindruck.“
„Das tun gescheite Leute immer; es gibt nicht so viele.“
„Sonst nichts? Weißt du nichts über ihn?“
„Er hat ein schönes Mädel.“