Paul hatte sich inzwischen voll gegessen und legte, indem er sich plötzlich übersatt fühlte, Messer und Gabel nieder. Aufschauend erblickte er zufällig gerade den Professor in einem komischen Augenblick: Er hatte eben einen stattlichen Bissen zwischen den Zähnen und noch nicht von der Gabel los, als ihn gerade ein Kraftwort in der Rede Abdereggs aufzumerken nötigte. So vergaß er für Augenblicke, die Gabel zurückzuziehen, und schielte großäugig und mit offenem Munde auf seinen sprechenden Freund hinüber. Da brach Paul, der einem plötzlichen Lachreiz nicht widerstehen konnte, in ein mühsam gedämpftes Kichern aus.

Herr Abderegg fand im Drang der Rede nur Zeit zu einem eiligen Zornblick. Der Kandidat bezog das Lachen auf sich und biß auf die Unterlippe. Berta lachte mitgerissen ohne weiteren Grund plötzlich auch. Sie war so froh, daß Paul diese Jungenhaftigkeit passierte. Er war also wenigstens keiner von den Tadellosen.

„Was freut Sie denn so?“ fragte Fräulein Thusnelde.

„O, eigentlich gar nichts.“

„Und dich, Berta?“

„Auch nichts. Ich lache nur so mit.“

„Darf ich Ihnen noch einschenken?“ fragte Herr Homburger mit gepreßtem Ton.

„Danke, nein.“

„Aber mir, bitte,“ sagte die Tante freundlich, ließ jedoch den Wein alsdann ungetrunken stehen.

Man hatte abgetragen und es wurden Kaffee, Kognak und Zigarren gebracht — „wenn die Damen es wirklich gern erlauben.“ Sie erlaubten es, und auch der Kandidat steckte sich eine Zigarre an.