„Doch, ja.“
„Herr du meines Lebens, wie kommst du denn dazu?“
„Es ist halt dagestanden, Babett, und da hab’ ich gedacht —“
„Was denn hast gedacht?“
„Weil ich halt so elend Hunger gehabt hab’ . . .“
Bei diesen Worten riß das alte Mädchen ihre Augen weit auf und starrte den Armen mit unendlichem Verständnis, Erstaunen und Erbarmen an.
„Hunger hast? Ja, kriegst denn nichts zu futtern da droben?“
„Wenig, Babett, wenig.“
„Jetzt da soll doch! Nun, ’s ist gut, ’s ist gut. Behalt’ das nur, was du im Sack hast, und den Käs auch, behalt’s nur, ’s ist noch mehr im Haus. Aber jetzt tät’ ich raufgehen, sonst kommt noch jemand.“
In merkwürdiger Stimmung kehrte Karl in seine Kammer zurück, setzte sich hin und verzehrte nachdenklich erst den Holländer und dann die Birnen. Dann wurde ihm freier ums Herz, er atmete auf, reckte sich und stimmte alsdann auf der Geige eine Art Dankpsalm an. Kaum war dieser beendet, so klopfte es leise an, und wie er aufmachte, stand vor der Tür die Babett und streckte ihm ein gewaltiges, ohne Sparsamkeit bestrichenes Butterbrot entgegen.