Zum offenen Fenster strömt die Nacht herein,
Umarmt mich sanft und läßt mich ihren Freund
Und ihren Bruder sein.
Wir beide sind am selben Heimweh krank;
Wir senden ahnungsvolle Träume aus
Und reden flüsternd von der alten Zeit
In unsres Vaters Haus.
Ich machte eine saubere Abschrift und schrieb darüber: »Meinem Freunde Heinrich Muoth gewidmet.«
Damit ging ich zu ihm, zu einer Zeit, wo ich ihn sicher zu Hause wußte. Richtig klang mir sein Singen entgegen, er schritt in den stattlichen Zimmern seiner Wohnung auf und ab und übte. Er empfing mich gelassen.
»Schau, der Herr Kuhn! Ich dachte schon, Sie kämen gar nimmer.«