„Da!“ rief er stotternd. „Wir spielen doch nicht Freischütz.“
Alle wendeten die Blicke dem ausgestreckten Finger nach. Im Fenster stand ein Mensch von schmaler, hoher Figur, regungslos, hager, frech, blaß, mit Spitzbärtchen am langen Kinn, hoher Stirn, stand und blickte aus hellen, stechenden, stahlgrauen Augen in die Stube.
Der Säbelwetzer war der einzige, der nicht erschrack.
„Sieht aus, als wüßt er nicht, ob er Kasper oder Samiel mimen soll,“ lachte er. „Soll ich den frechen Bruder anrempeln?“
Der Fremde verschwand vom Fenster. Einen Augenblick später ging die Tür und er trat ein, schritt durch die Stube und nahm am Tisch der Kameraden Platz.
Der Säbelwetzer wollte aufstehen und den Eindringling mit einer Grobheit fortweisen, da streckte über den Tisch herüber Elenderle dem Gaste die Hand entgegen und lachte.
„Entschuldigen Sie, Herr, ich erkenne Sie eben erst. Darf ich Ihnen meine Freunde vorstellen?“
Mit schon etwas betrunkenen Gesten führte er die Vorstellung aus. Den Namen des Fremden vergaß er zu nennen.
Man saß wieder lange trinkend, stumm und träg am Tische, bis Lauscher sich erhob.
„Ich gehe. Macht einer noch ein Billard mit?“