Der König Ohneleid.

Und käm ein schöner Ritter

Und wollte mich befrein,

Dem würde wohl mein Vater

Sein halbes Reich verleihn.

Man erhob sich nun und stieg langsam den verglühenden Berg hinab. Jenseits auf dem Gipfel der hohen Teck prangte verloren noch ein später Streifen Sonne.

„Woher haben Sie dieses Lied?“ fragte Karl Hamelt die schöne Lulu.

„Ich weiß nicht mehr,“ sagte sie, „ich glaube, es ist ein Volkslied.“ Sie ging jetzt schneller und wurde plötzlich von Angst ergriffen, sie möchte zu spät heimkommen und von der Wirtin gescholten werden.

„Das leiden wir nicht,“ rief Erich Tänzer heftig aus. „Überhaupt habe ich im Sinn, der Frau Müller einmal meine Meinung deutlich zu sagen. Ich werde sie schon . . .“

„Nein, nein!“ unterbrach ihn die schöne Lulu. „Es würde dann für mich nur schlimmer werden! Ich bin eine arme Waise und muß tragen, was mir auferlegt wird.“