„Wie heißen Sie eigentlich, Fräulein?“ fragte ich und dachte nicht viel dabei.
„Elisabeth.“
Sie ging weg und wurde bald darauf genötigt Klavier zu spielen. Sie spielte gut. Aber da ich hinzutrat sah ich, daß sie nicht mehr so schön war.
Als ich die behaglich altmodische Treppe hinabstieg, um nach Hause zu gehen, hörte ich ein paar Worte vom Gespräch zweier Maler, welche in der Hausflur ihre Mäntel anlegten.
„Na ja, er hat sich den ganzen Abend mit der hübschen Lisbeth beschäftigt,“ sagte einer und lachte.
„Stille Wasser!“ meinte der andere. „Er hat sich nicht das Schlechteste ausgesucht.“
Also die Affen sprachen schon darüber. Es fiel mir plötzlich ein, daß ich, fast wider Willen, diesem fremden jungen Mädchen intime Erinnerungen und ein ganzes Stück meines inneren Lebens preisgegeben hatte. Wie kam ich dazu? Und nun schon die bösen Mäuler! — Bande!
Ich ging weg und betrat monatelang das Haus nicht mehr. Zufällig war eben einer von jenen zwei Malern der Erste, der mich auf der Straße darüber zur Rede stellte.
„Warum gehen Sie denn nicht mehr hin?“
„Weil ich das verdammte Klatschen nicht leiden kann,“ sagte ich.